Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen setzt das Center for Vocational Training (CVT) Myanmar seine Arbeit mit grossem Engagement fort. Dank der Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Unternehmen wie UNDP und Heineken konnten wichtige Ausbildungsinitiativen weitergeführt und neue Zielgruppen erreicht werden.
Im Rahmen des URP-Programms der UNDP haben seit Jahresbeginn über 2’200 Lernende, davon rund 79 % Frauen, ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 14 verschiedene Berufsfelder angeboten – mit dem Ziel, berufliche Qualifikationen zu stärken und neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Zudem konnte das CVT seine eigenen Werkstätten für Elektro-, Holz- und Metallberufe wieder in Betrieb nehmen – ein wichtiger Schritt zurück zur vollen Ausbildungskapazität.
Die politische und wirtschaftliche Situation in Myanmar bleibt weiterhin angespannt. Trotz der Aufhebung des Ausnahmezustands und geplanter Wahlen Ende 2025 bestehen grosse Unsicherheiten. Umso wichtiger ist der Beitrag des CVT, jungen Menschen Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen und so zur Stabilisierung von Gemeinschaften beizutragen.
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Am 28. März 2025 wurde Myanmar von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert. Besonders betroffen ist die Region um Mandalay, wo zahlreiche Gebäude zerstört wurden. Glücklicherweise blieb Yangon weitgehend verschont, und das Team des CVT Myanmar ist wohlauf. Dennoch sind die indirekten Folgen gravierend: Stromausfälle, unterbrochene Verkehrswege und knappe Trinkwasservorräte erschweren den Alltag zusätzlich.
Der Förderverein stellte dem CVT Myanmar USD 5’000 für erste Hilfsmassnahmen zur Verfügung. Das Team vor Ort organisiert den Transport von Hilfsgütern in die besonders betroffene Sagaing-Region. Gesammelt werden Material- und Geldspenden für Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Solarlampen.
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Das Jahr 2024 stand für das CVT Myanmar im Zeichen der Neuorientierung und des Wiederaufbaus. Nach dem Verlust des langjährigen Präsidenten Heini Portmann formierte sich der Vorstand neu, um die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und die Berufsbildung in Myanmar weiterhin zu unterstützen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage konnte der Ausbildungsbetrieb vor Ort aufrechterhalten werden.
Das CVT-Team in Yangon zeigte grosse Motivation und Durchhaltevermögen. Im Jahr 2023 schlossen rund 450 Lernende ihre Ausbildung ab, 2024 waren es bisher 300 Absolvent:innen. Seit September 2024 verfügt das CVT zudem über neue Räumlichkeiten im Tech Park in Yangon, die den Unterrichtsbetrieb stabilisieren und die Basis für künftige Aktivitäten bilden.
Die allgemeine Situation in Myanmar bleibt weiterhin herausfordernd: Die Armut nimmt zu, viele Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage, und die Möglichkeiten für junge Menschen sind begrenzt. Vor diesem Hintergrund hat das CVT den Fokus zeitweise auf kürzere Ausbildungskurse gelegt, um den Teilnehmenden rasch neue Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen.
Weitere Informationen zu den Entwicklungen, zur Arbeit des Fördervereins und zu den Perspektiven des CVT finden Sie im Herbst-Newsletter 2024:
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Heini Portmann, der unserer Organisation seit 2014 als Präsident vorstand, ist am 29. November 2023 nach schwerer Krankheit verstorben. Wenige Tage danach würdigten und verdankten die Mitglieder des Fördervereins an der Jahresversammlung Heinis Verdienste und sein unermüdliches Engegement für das CVT. Auch in Burma fand unter dem Beisein von Mönchen eine Zermonie zu Heinis Abschied statt.
Die Mitgliederversammlung wählte sodann am 2. Dezember 2023 Stefan Vogler zum neuen Präsidenten. Stefan wirkt bereits seit 2008 aktiv in unserem Verein mit. Zunächst als Experte der „Metalworker“, von 2013-2019 im Vorstand und von 2013-2015 als Projektleiter am CVT in Yangon. Stefan traf sich im vergangenen Herbst mehrmals mit Heini Portmann zwecks Einführung in die laufenden Geschäfte.
Gleichentags wurde der Vorstand des Fördervereins etwas verkleinert: Neben Stefan Vogler verbleiben Marianne Schneider, Rudolf Fanger, Rolf Fischer, Rolf Grossenbacher und Jeremias Pellaton im Gremium, während Michelle Bollet und Ricco Ebener ihre langjährige Vorstandstätigkeiten beendeten.
Darüber hinaus berichtete Willi Stierli von seiner Reise nach Myanmar, welche er vom 7. bis 23. November 2023 unternahm. Mit Bildern und Worten schilderte Willi, wie sich die Lebensbedingungen im Land weiterhin verschlechtern. Trotzdem scheint die Bevölkerung (und die CVT-Familie) nicht zu hadern. Willi erzählt vielmehr von der positiven Energie und Initiative am CVT, die trotz kürzlich erfolgtem Auszug aus unseren bisherigen Lokalitäten herrscht.
Den positiven Geist konnten die Anwesenden ebenfalls einer 10-minütigen Videobotschaft des neuen Leitungsteams in Yangon entnehmen. Sandar, unsere CEO, betonte darin zum Schluss, dass in Mynamar alle weiterhin für das Erbe, die Werte und Ziele des CVT einstehen, und fordert den Förderverein auf, sie weiterhin bei diesem Unterfangen zu unterstützen.
Die denkwürdige Versammlung wurde mit dem Ausblick beschlossen, dass der neu zusammengesetzte Vorstand in engem Kontakt mit der Organisation in Yangon klären wird, wie das nun rechtlich selbständige Berufsbildungszentrum und der wieder aufgenommene Betrieb finanziell und konzeptionel untersützt werden muss.




Im Juli und August 2023 haben sich die Ereignisse in Yangon überschlagen. Trotz diverser Anläufe ist es nicht gelungen, den Status der lokalen CVT-Organisation als internationales NGO (INGO) sowie die beiden MoUs (Memorandum of Understanding) mit den zuständigen Ministerien zu erneuern. Wir mussten erkennen, unter dem Einfluss des Militärregimes ist die ehemals partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den staatlichen Institutionen nicht mehr möglich.
Wegen der auslaufenden MoUs und der drohenden Konfiszierung aller Einrichtungen musste unser Team in Myanmar im Eilzugstempo die Räumung der Berufsschule in «Thingangyun» per Mitte August planen und durchführen. Für den Standort der Orientierungsschule E4Y in «Mindama Garden» ist der Auszug bis Ende Oktober abzuschliessen.
Im neusten Newsletter möchten wir Sie im Detail darüber informieren, wie der kurzfristige Wegzug unter grossem Engagement der CVT-Familie vonstattenging und wie es mit unserer Organisation als lokale und selbständige Struktur weitergehen soll. Gleichzeitig möchten wir Sie von den schulischen Aktivitäten im ersten Halbjahr 2023 informieren, denn davon gab es trotz äusserst schwierigen Bedingungen erstaunlich viele!
Obwohl wir noch nicht im Detail wissen, wie die Zukunft von CVT und E4Y aussehen wird, so haben die vergangenen Monate und Wochen gezeigt, dass die CVT-Familie in Myanmar gewillt ist, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und sich weiterhin für die Werte und Ziele des CVT zu engagieren.



Trotz weiterhin sehr schwierigen und unsicheren Zeiten hat sich unser Team in Yangon entschieden, im September 2022 den Schulbertrieb "auf kleinem Feuer" wieder zu starten. Es begründet seinen Einsatz damit, dass unsere Projekte gerade jetzt und trotz stark reduziertem Angebot vielen jungen Menschen Perspektiven in hoffnungslosen Zeiten bieten.
Die neuste Ausgabe unseres Newsletters berichtet über diesen "Neustart" und die kommenden Aktivitäten. Darüber hinaus ist nachzulesen, wie die "CVT-Familie" täglich dafür sorgt, dass unsere Infrastruktur im schwül-heissen Klima von Myanmar erhalten bleibt.


Der neuste Newsletter berichtet über ...
Sollten Sie den Bericht in Ihrer Inbox übersehen oder vermisst haben, können Sie hier das Verpasste in Ruhe nachholen bzw. nachlesen.

Die Generalversammlung liess Ende Oktober ein aussergewöhnliches Vereins- und Schuljahr 2020/21 Revue passieren. Die Details hierzu können im Jahresbericht 2020/21 nachgelesen werden.
Mit Blick nach vorne beantragte der Vorstand bis auf weiteres die Situation und die Entwicklung in Myanmar zu beobachten und im «Standby-Modus» zu verharren. Der Vorstand ist jedoch bestrebt, die Schulen zu erhalten. Für den Fall, dass sich die Sicherheitslage stabilisieren sollte, Präsenzunterricht möglich würde oder wir aufgefordert würden, den Schulbetrieb wieder aufzunehmen, wird bis Ende 2021 ein Konzept erarbeitet, welches aufzeigen wird mit welchen Aktivitäten, mit welcher Struktur und zu welchen Kosten innert nützlicher Frist ein Minimalbetrieb lanciert werden kann.
Derweil arbeitet unser "Care Team" in Yangon, bestehend aus sechs Personen unter der Leitung von CEO Sandar, weiterhin im Teilpensum und versucht unter erschwerten Bedingungen den Kontakt zur "CVT-Familie" aufrecht zu halten. Es organisiert die Arbeiten an den zwei Standorten, insbesondere bezüglich Sicherheit und Unterhalt. Darüber hinaus koordiniert es die Kontakte zu den verschiedenen Anspruchsgruppen vor Ort. Einmal wöchentlich erfolgt der Informationsaustausch und Abgleich an einer längeren Videokonferenz mit unserem Präsidenten, Heini Portmann.


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Die politische Situation in Myanmar verunmöglicht die Öffnung unserer Berufsschule am CVT bis auf Weiteres. Doch auch im "Standby-Modus" fallen Arbeiten an. So haben in der vergangenen Woche unsere "Metaller" ihre Maschinen und Werkzeuge geputzt, geölt und konserviert - die Regensaison steht vor der Tür.
Obwohl die Kommunikation nach Myanmar zurzeit umständlich ist, haben unsere Experten die Aktion von der Schweiz aus initiiert und über Facebook begutachtet. Dies ein Beispiel von mehreren, wie der Förderverein trotz Stillstand versucht, die vorhandene Infrastruktur und CVT-Familie in Schuss zu halten.

Die am 1. Februar 2021 erfolgte Absetzung der zivilen Regierung durch das Militär hat in Myanmar zu einer breiten Protestbewegung geführt. Die aktuelle Situation vor Ort ist mit viel Unsicherheit verbunden.
Dadurch verkompliziert sich die Zukunft unserer Institutionen zusätzlich, nachdem uns bereits die Covid-19-Massnahmen in Yangon gezwungen hatten, Ende 2020 den Schulbetrieb bis auf weiteres einzustellen (siehe Beitrag "Abbruch des Schuljahrs per Ende November 2020" unten).
Aufgrund den veränderten Rahmenbedingungen, welche nach der Covid-19 Pandemie zu erwarten waren, hat der Vorstand des Fördervereins mit Mitgliedern des Expertenteams die Strategie in der Zwischenzeit eingehend überprüft und angepasst. Wie die jüngsten, politischen Entwicklungen die Ausrichtung unserer Institutionen beeinflussen werden, kann heute noch nicht beurteilt werden. Uns bleibt leider vorerst nur abzuwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt.

Aufgrund wieder steigender Corona-Fälle im Raum Yangon verordnete die Regierung per 1. September 2020 erneut die Schliessung aller und damit auch unserer Schulen – dies knapp ein Monat nach dem Neustart unseres Schulbetriebes. Danach erfolgte der Unterricht virtuell. Bei der Berufsbildung nahmen im Schnitt 2/3 der Lernenden an diesen E-Learning-Lektionen teil, wobei bei den handwerklichen Berufen die Teilnahme deutlich geringer ausfiel als bei den Dienstleistungsberufen. Auch das E4Y bot E-Learnings an, regelmässig konnten jedoch nur rund 50% der Lernenden an diesem Unterricht teilnehmen. Viele von ihnen haben keinen Zugang zur notwendigen Infrastruktur.
In der Berufsbildung verunmögliche in den meisten Fällen die sich verschlimmernde Wirtschaftskrise die praktische Ausbildung, ein Hauptpfeiler der dualen Bildung. Viele Auszubildende hatten ihre Stellen verloren: 75% im 2. und 3. Lehrjahr waren ohne Lehrbetrieb und die Lernenden in den Einführungskursen des 1. Lehrjahrs haben praktisch keine Chance eine Arbeitsstelle zu finden. Besonders düster sieht es u.a. im Tourismus-Sektor aus. Mit einer substantiellen Erholung kann dort mittelfristig nicht gerechnet werden.
Vor diesem Hintergrund entschied der Vorstand des Fördervereins, die Schulen ab 1. Dezember 2020 bis auf weiteres zu schliessen.


Nachdem die Corona-Fälle seit August in Yangon wieder stetig stiegen befindet sich die Wirtschaftsmetropole von Myanmar seit Wochen in einer Art Lockdown:
Das öffentliche Gesundheitswesen ist überlastet. Notunterkünfte für Quarantänepflichtige wurden erstellt. Das zuständige Ministerium erwägt Richtlinien zur Betreuung von COVID Patienten zu Hause.

Marianne Schneider, unser Vorstandsmitglied, hat zusammen mit René Droz, Experte Wirtschaftsenglisch, ein Lehrmittel für das Fach „Business & Economy“ in der kaufmännischen Grundbildung (Business Administrator) in englischer Sprache verfasst. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags SKV konnte sie Auszüge aus dem bewährten Lehrmittel «W&G anwenden und verstehen» adaptieren und ergänzen.
Das massgeschneiderte Lehrmittel deckt exakt die Leistungsziele ab, welche am Ende der zweijährigen Lehre an der Abschlussprüfung vorausgesetzt werden. Dies gibt einerseits den Lernenden die Sicherheit, genau das zu lernen, was geprüft wird. Andererseits hilft es den Lehrpersonen bei der Vermittlung des relevanten Stoffes, da das Lehrmittel konsequent nach Lernschritten aufgebaut ist. Die Inhalte können sowohl induktiv als auch deduktiv vermittelt werden. Insbesondere der induktive Ansatz — von den Aufgaben zur Theorie, vom Einzelnen zum Allgemeinen — bewährt sich für den Unterricht in Myanmar, da die Lernenden nicht nur durch das Fach selbst, sondern auch durch die englische Sprache gefordert sind und so schrittweise an ein Thema herangeführt werden können.
Das Lehrmittel samt Aufgaben und Lösungen ist elektronisch verfügbar. Dies ermöglicht moderne Unterrichtsformen und ist auch in virtuellen Klassenräumen gut einsetzbar, was gerade jetzt in Zeiten von COVID-19 eine grosse Hilfe ist.

Nach schwierigen Jahren ist die Ausbildung zum Schreinerberuf am CVT sehr gefragt! Mit grosse